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Franchisegeber werden – auch in Krisenzeiten eine sinnvolle Entscheidung

Die Corona Pandemie hat die deutsche Gesamtwirtschaft hart getroffen. Die Franchise-Wirtschaft in Deutschland blieb davon nicht verschont, konnte aber dennoch ihren Wachstumskurs halten

Die Corona Pandemie hat Unternehmen in Deutschland vor große Herausforderungen gestellt. Einige der hierzulande ergriffenen Maßnahmen, die die rasche Ausbreitung des Virus zumindest in Grenzen halten sollten, bedeuteten für die deutsche Wirtschaft enorme Hürden. Ausgangsbeschränkungen, Hygiene-Auflagen oder verschärfte Grenzkontrollen sind hier nur ein kleiner Ausschnitt.

Kaum jemand wird verwundert sein, dass gerade der Dienstleistungs- und der Gastronomiesektor am stärksten unter diesen Maßnahmen litten. Durchaus verwunderlich erscheint dabei für viele der stabil gebliebene Wachstumskurs der Franchise-Wirtschaft in Deutschland.

Erfahren Sie in diesem Blogbeitrag, wie sich die deutsche Franchisewirtschaft während der Corona Pandemie entwickelt hat und worin der stabil gebliebene Wachstumskurs begründet liegt. Dazu werden Ihnen die Vorteile aufgezeigt, die die Entscheidung Franchisegeber zu werden beinhaltet.


Franchising in Deutschland während der Corona Pandemie

Im Jahr 2021 gründeten 258.900 Menschen ihr eigenes Unternehmen. Mehrere zehntausend von ihnen haben sich dabei für eine Franchisepartnerschaft und damit für einen Franchisegeber mit seinem Franchisesystem entschieden.


Das Franchising verzeichnet auch während der Corona Pandemie ein positives Wachstum und übersteigt damit, im Gegensatz zur Gesamtwirtschaft, selbst die Werte aus der Zeit vor Corona. So ist die Anzahl der Franchise-Betriebe im Zeitraum von 2019 bis 2021 von 171.824 auf 180.984 um insgesamt 5,33% gestiegen.


Dabei konnten die Franchisesysteme in Deutschland im selben Zeitraum insgesamt 8.397 neue Partner finden. Das entspricht einer Steigerung von 6,3%, also von 133.424 im Jahr 2019 auf 141.821 Franchisepartner im Jahr 2021.


Auch im Hinblick auf die Anzahl der Beschäftigten konnte in der deutschen Franchisewirtschaft eine positive Entwicklung beobachtet werden. So stieg die Anzahl der Beschäftigten von 2019 (716.935 Beschäftigte) um 70.272 bzw. 9,8% bis 2021 (787.207 Beschäftigte) an. Nicht zuletzt spiegelt sich diese Entwicklung im Umsatz wider. Dieser stieg um 5,8% (6,8 Mrd. Euro) von 129 Mrd. Euro auf 135,8 Mrd. Euro an.


Während der Pandemie fiel dieses Wachstum geringer aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Betriebsformen, insbesondere Einzelunternehmen sowie kleine und mittelständische Unternehmen, kann allerdings auch hier von einem positiven Wachstum gesprochen werden.

Im Laufe des Jahres 2020, dem Jahr, in dem die globale Wirtschaft den härtesten Einschnitt durch die Pandemie verkraften musste, stieg die Anzahl der Franchise-Betriebe (+2,6%), der Franchise-Partner (+4%), der Beschäftigten (+4,5%) und der Gesamtumsatz (+4,6%) allesamt an.


Unter Anbetracht der genannten Entwicklungszahlen stellt sich die Frage, worin der stabil gebliebene Wachstumskurs der deutschen Franchisewirtschaft begründet liegt.


Was Franchising derart krisensicher macht

Als Teil eines Franchisesystems profitieren Franchisegeber von einer arbeitsteilig umgesetzten Markterschließung und Franchisenehmer von der Unterstützung der Franchisezentrale.


Vorteile für Franchisegeber

Franchisegeber sind meist bereits erfolgreiche Unternehmer. Durch arbeitsteilig gestaltete Geschäftsprozesse, wie sie im Franchise üblich sind, können Expansionsziele deutlich schneller und günstiger realisiert werden. Findet er ausreichend viele motivierte Franchisenehmer, übernehmen diese die regionale und lokale Marktbearbeitung und stellen die nötige Leistungsverfügbarkeit flächendeckend sicher.


Der Franchisegeber fokussiert sich auf seine Expansion und unterstützt mit geeigneten Marketingkampagnen die Marktbearbeitung seiner Franchisenehmer, indem er ihnen Kunden zuführt, die Markenbekanntheit steigert und das Markenimage entwickelt. Es entsteht ein ineinandergreifendes Zahnradsystem.


Eine Expansion in ähnlicher Geschwindigkeit ist von Einzelunternehmen nur mit enormem Ressourcenaufwand (insb. Geld, Mitarbeiter, Zeit) und höherem Risiko möglich. Hierin liegen die wichtigsten Argumente begründet, Franchisegeber zu werden. Die Vorteile für Franchisegeber sind unter anderem:


  • Einnahmen aus Franchisegebühren

  • Fokussierung auf die Expansion

  • Verringerte Beschaffungskosten durch Skalenenffekte (geringere Stückkosten)

  • Schlankere Strukturen

  • Verringerter Personalbedarf

  • Erfahrungsaustausch mit den Franchisepartnern und somit Nähe zum Kunden

  • Sicherung des Absatzes


Vorteile für Franchisenehmer

Neben diversen Vorteilen für Franchisegeber, bietet das Franchising auch Vorteile für seine Partner. Franchisenehmer übernehmen einen erfolgreichen und standardisierten Betriebstypen. Um erprobtes Know-how des Franchisegebers angereichert, fällt es ihm so deutlich einfacher mit selbstständigem Unternehmertum zu seinem persönlichen Glück zu finden. Die Franchisezentrale unterstützt ihn dabei, etwa in Form von Schulungs- und Fortbildungsangeboten. Innerhalb eines Franchisesystems trägt jeder Akteur zum Gesamterfolg bei.


Die folgende Auflistung bietet einen Überblick zu den Vorzügen der Selbstständigkeit als Teil eines bestehenden Franchisesystems:


  • Sofortiger Marktzugang durch die Übernahme eines ausgereiften Geschäftskonzepts und einer bekannten Marke

  • Vorteile bei der Finanzierung über Kreditinstitute

  • Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Standorts

  • Erprobtes und effizientes Marketing

  • Funktionierendes Dienstleistungs- und/ oder Produktsortiment

  • Regelmäßige Schulungen und Fortbildungsmöglichkeiten

  • Krisenmanagement in wirtschaftlichen Schieflagen

  • Skaleneffekte durch gemeinsamen Einkauf

  • Regelmäßiger Austausch innerhalb des Franchise-Netzwerks

Als Franchisegeber zum persönlichen Glück


Wie bereits erwähnt, sind die hier genannten Vorteile, sowohl für Franchisegeber als auch für Franchisenehmer nur ein Teil einer breiten Palette an Vorzügen und gelten nicht nur in Krisenzeiten. Sie zeigen jedoch auf, warum es Franchisesystemen vergleichsweise leichter fällt, erfolgreich durch wirtschaftlich schwierige Situationen zu manövrieren, als es für Einzelunternehmen der Fall ist.


Die Entscheidung, im Rahmen des Expansionsvorhabens Franchisegeber zu werden, um mit verringertem Risiko und Eigenkapitaleinsatz eine erfolgreiche Marke nachhaltig aufzubauen, ist für viele Unternehmer der Weg zur unternehmerischen Erfüllung und persönlichen Selbstverwirklichung.


Quelle: Graefe, Lena. Statistiken zum Thema Franchise. statista.de [28.11.2022] https://de.statista.com/themen/1166/franchise/#topicHeader__wrapper

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